Viren und Malware: So schützen Sie Ihren Computer

Viren und Malware: So schützen Sie Ihren Computer

Beim Surfen im Internet sind Nutzer von PC, Smartphone und Tablet ständig der Bedrohung durch Computerviren und Malware ausgesetzt. 

Auch die Schäden, die in diesem Zusammenhang durch Internetkriminalität verursacht werden sind nicht von der Hand zu weisen. Über 60 Millionen Euro angerichteten Schaden zeigte der Statista-Bericht Ende 2019

Damit Sie sich besser vor Viren und unbefugtem Zugriff  schützen, sollten Sie zuerst einmal Ihren Gegner kennen. 

In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, was genau überhaupt Malware, Viren und andere lästige Störer sind und wie sich sich schützen können.

 

Malware: Alle Programme, die gezielt Schaden anrichten

Der Begriff „Malware“ wird heute verwendet, um schädliche Programme jeder Art auf Computern oder mobilen Geräten zu beschreiben. Malware wird ohne Zustimmung des Benutzers installiert und ist mit dem Ziel programmiert, Schaden auf einem Computer oder auf einem vernetzten digitalen Gerät anzurichten. 

Malware kann beispielsweise die Systemleistung reduzieren (den PC langsamer machen), innerhalb Ihres Systems nach persönlichen Daten suchen, Informationen löschen oder sogar den Betrieb computergesteuerter Hardware beeinträchtigen. 

Wenn also der Begriff Malware verwendet wird, bezeichnet dieser ein Programm, das speziell dafür vorgesehen ist, Ihren Computer zu beschädigen.

 

Adware: Programm, die nicht groß schaden, aber nerven

Es gibt auch die sogenannte Adware – kleine Programme, die sich nach einem Download selbst installieren und z.B. Ihren Browser verändern, indem Sie eine neue Suchleiste oder sogar eine Amazon-Suche installieren. Sie können Ihre Anwendungen behindern und deutlich verlangsamen.

Häufig wird solche Adware installiert, wenn Sie Programme aus dem Internet laden. Achten Sie daher beim Installieren darauf, keine zusätzlichen Programm zu installieren. In der Regel fragt Sie das Programm ob Sie die Zusatzleistung mit installieren wollen. Prüfen Sie genau, welche Häkchen Sie auswählen.

Computerviren vermeiden
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Das Virus ist die bekannteste Form der Malware. Im echten Leben eine tote Information innerhalb einer Eiweißhülle, ist das Virus ein Programm, das entwickelt wurde, um in den Computer einzudringen und Dateien und Daten zu beschädigen bzw. zu verändern.
Wichtig: Ein Virus kann sich nicht ohne menschliches Zutun verbreiten kann (z. B. durch Ausführen eines infizierten Programms, um ihn zu aktivieren). Durch das Klicken kann es auch vorkommen, dass man Opfer eines Phishing-Angriffs wird.

Computerviren haben ihren Namen durch die Fähigkeit erhalten, mehrere Dateien auf einem Computer zu „infizieren“. Es kann Daten auf Ihrem Computer beschädigen, verändern oder löschen. Computerviren können sich selbst replizieren. Sie können als Anhang von Bildern, Grußkarten oder Audio-/Videodateien in Ihren Computer eindringen. Viren gelangen auch über Downloads aus dem Internet auf ein Gerät.

Bevor Sie also etwas aus dem Internet herunterladen, sollten Sie sich zunächst sicher sein, was es ist. Öffnen und laden Sie Informationen immer nur von Plattformen, denen Sie vertrauen. 

Nahezu alle Viren sind an eine ausführbare Datei angehängt. Das bedeutet, dass das Virus möglicherweise auf Ihrem Computer vorhanden ist, ihn jedoch erst infizieren kann, wenn Sie das bösartige Programm ausführen oder öffnen. 

Prüfen Sie daher genau, welches Programm Sie öffnen und suchen Sie bei Unsicherheiten nach anderen Erfahrungen mit dem Programm/ Download im Internet.

 

Phishing erkennen und abwehren

Phishing gehört zu den ältesten und bekanntesten Betrugsmethoden im Internet. Phishing bezeichnet jede Art von Telekommunikationsbetrug, bei dem das Opfer zur Herausgabe privater Daten bewegt werden. 

Ob über E-Mail, soziale Medien, SMS oder einen anderen Kanal: Alle Phishing-Angriffe erfolgen nach demselben Schema. 

Der Angreifer sendet eine Nachricht, um sein Opfer zum Klicken auf einen Link, zum Herunterladen eines Anhangs, zum Senden von Informationen oder sogar zur Überweisung eines Geldbetrags zu bewegen. Phishing kann in vielen Fällen zum Diebstahl von Identitäts- und Finanzdaten führen.

Geben Sie niemals Ihre Informationen an Unbekannte weiter. Dubiose Mails lassen Sie am besten ungeöffnet und auf vermeintlich rührselige digitale Briefe von Unbekannten sollten Sie nicht antworten.

Ist mein Computer infiziert?

Die meiste Malware hinterlässt keine Spuren und stört auch nicht den offensichtlichen Betrieb Ihres Computers. 

Manchmal gibt es jedoch Anzeichen, dass Ihr Computer infiziert sein könnte. Ein Anzeichen ist eine reduzierte Systemleistung, langsame Prozesse, längere Ladezeiten für das Öffnen neuer Fenster oder das willkürliche Programme, die im Hintergrund ausgeführt werden. 

Auch eine Änderung der Browser-Startseite oder eine Zunahme der angezeigten Pop-up-Werbeanzeigen ist ein Anzeichen. 

In manchen Fällen kann Malware auch grundlegende Computerfunktionen stören: So wird möglicherweise Windows nicht mehr gestartet, oder Sie können keine Verbindung mehr mit dem Internet herstellen oder auf übergeordnete Systemfunktionen zugreifen.

 

Wie schütze ich mich vor Malware & Co?

Hierauf gibt es zwei Antworten: Wachsamkeit und Sicherheitsprogramme.

Unter Windows hat es sich bewährt die Windows Firewall immer aktiv zu halten und zumindest eine kostenlose Version eines Antiviren-Programm wie Avira zu laden.

Unter Windows können Sie mit der Tastenkombination Strg + Alt + Entf zudem den Task-Manager öffnen und prüfen, welche Programme im Autostart und Hintergrund laufen. 

Mac-Nutzer haben es bei Updates besser. Apple bereinigt immer wieder den Computer, sodass Virenprobleme überwiegend der Vergangenheit angehören.

Eine der beliebtesten Methoden zur Verbreitung von Malware sind E-Mails. Diese sind häufig so aufgebaut, dass sie wie die Benachrichtigung eines bekannten Unternehmens, z. B. einer Bank, PayPal oder Amazon aussehen, oder wie eine persönliche Nachricht von einem Freund wirken.

Seien Sie auf der Hut, wenn Sie in einer E-Mail dazu aufgefordert werden, Ihr Passwort anzugeben. Oder wenn E-Mails angeblich von Freunden stammen, aber keine wirkliche Nachricht enthalten ist – sondern nur ein „Hey, schau dir mal diese coole Webseite an!“ und ein Link.

Wachsamkeit ist der erste Schutzwall gegen Malware, sie allein reicht jedoch nicht aus. 

Denn Unternehmenssicherheit ist nicht perfekt, und selbst Downloads von legitimen Seiten können manchmal Malware enthalten. Das bedeutet, dass selbst der vorsichtigste Benutzer auf zusätzliche Schutzmaßnahmen angewiesen ist.

 


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